Am 30.06./01.07.2018 fand die diesjährige SGSV Meisterschaft Obedience beim HSV Knauthain e.V. (Landesverband Sachsen) statt.

Insgesamt traten 18 Teams aus 3 Landesverbänden zur Meisterschaft an. Leider gab es in diesem Jahr keine Starter aus den Landesverbänden Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, dafür hatten wir aber seit sehr langer Zeit mal wieder eine jugendliche Starterin aus dem Landesverband Sachsen.

Trotz sehr warmer Temperaturen zeigten alle Teams hervorragende Leistungen und vertraten somit ihre jeweiligen Landesverbände ausgezeichnet. Besonders dabei ist hervorzuheben, dass alle Starter der Klasse 3 eine erfolgreiche Prüfung ablegen konnten und somit ein wirklich erbitteter Kampf um den Meistertitel entbrannte.

Aber beginnen wir doch von vorn:

Wie jeder, der schon einmal eine solche Veranstaltung organisiert hat, weiß, beginnt schon lange vor dem eigentlich Termin die Vorbereitungen: Schleifen, Pokale und Preise werden organisiert, Urkunden vorbereitet, Helfer gefunden und eingeteilt, Prüfungstraining durchgeführt, der Rasen gemäht bzw. bei der Trockenheit so gut wie möglich gewässert, einkaufen gegangen, die Küche vorbereitet und Essen gekocht. Die beiden Ringstewards versuchten die besten Stellen, z.B. für die Box, den Richtungsapport und der ID, zu finden, so dass alle Teams faire und vor allem möglichst optimale Bedingungen vorfinden.

Und dann war es soweit. Schon am Freitag reiste das erste Team an, dem dann am Samstag alle anderen Teams folgten. Gegen 14 Uhr begann dann der offizielle Teil mit dem Einmarsch aller Teilnehmer, der Leistungsrichterin und Obfrau für Obedience des SGSV Susi Tauer und den Ringstewards Conny Kanthack und Nici Schneider. Nachdem alle recht herzlich begrüßt wurden, fand die Auslosung der Startreihenfolge statt. Die Teilnehmer zogen ihre Nummern aus „Glückstassen“ in denen sich außerdem noch eine Leipziger Sepzialität – die „Leipziger Lerche“ befand.

16:30 Uhr begann die Prüfung mit den einzelnen Gruppenübungen. Da sich der Platz über den ganzen Tag sehr erhitzt hat, wurden diese im schattigen Teil des Platzes durchgeführt. Und auch wenn es dem einen oder anderen Hund ein wenig vom trockenem Rasen am Bauch oder Po pikste, zeigten fast alle Hunde eine sehr gute bis vorzügliche Leistung.

Somit konnte der festliche und gemütliche Teil des Tages pünktlich 19 Uhr beginnen: am Buffet konnte der Hunger und an der Bar der Durst gestillt werden. Gemeinsame Gespräche am Tisch und später am Lagerfeuer erfüllte die Luft und es wurde viel gelacht.

Am Sonntag begann der aufregendste Teil der Veranstaltung. Alle Teams waren mehr oder weniger angespannt und jeder fand seine persönliche Art und Weise damit umzugehen.

Die beiden Stewards führten die Teams souverän durch die entsprechenden Übungen und die Richterin bewertete mit geschulten Auge ganz meisterschaftlich und zügig. Während des Tages füllten sich die Zuschauerreihen. Viele davon reisten extra an um ihre Vereinskollegen und Sportfreunde zu unterstützen und die Daumen zu drücken. Aber auch Familienmitglieder und interessierte Hundefreunde waren anwesend. Im Schatten doch recht kühl (die Helfer im Richterzelt wissen was ich meine), im sonnigen Prüfungsring noch gut erträglich, konnten die Starter in Klasse 3 gute bis vorzügliche Leistungen trotz der Temperaturen abrufen. Hier sah man, dass in den letzten Jahren eine gute Basis erarbeitet wurde, auf die man jetzt zurückgreifen und aufbauen kann. Ich habe in den letzten fünf Jahren keine bessere Arbeit in dieser Breite gesehen.

Nachdem alle ein köstliches Mittagessen genießen und ihre Hunde ausführen konnten, ging es nach dem Mittag weiter mit den Klassen 2 und 1. Leider fehlte es bei dem einen oder anderem Team am Quentchen Glück und so konnten nicht alle Teams eine erfolgreiche Prüfung abschließen, aber bei jedem Team sah man die Freude an dieser Sportart und gute Basisarbeit, so dass ich für die Zukunft sehr optimistisch für diese Teams bin und hoffe sie alle im kommenden Jahr wieder im Prüfungsring zu sehen.

Pünktlich 15:45 Uhr begann der Einmarsch der Hundesportler mit ihren vierbeinigen Teampartnern zu den Klängen von „Seven Nation Army“zur Siegerehrung und der Bekanntgabe des neuen SGSV-Meisters im Obedience.

Doch bevor dieses Rätsel gelöst wurde, bedankte sich der Verein bei seinen Helfern, allen voran Conny Kanthack, ohne die diese Veranstaltung nicht so gut gelaufen wäre.

Ein weiterer Dank ging an die Vertreterin des SGSV Vorstands Sibylle Vogt für ihre Teilnahme und Daumen drücken sowie ihre Ansprache zur Siegerehrung.

Und ohne Leistungsrichterin und den Ringstewards kann eine solche Prüfung nicht stattfinden und dementsprechend gebührte auch ihnen ein herzlicher Dank für ihre tadellose Arbeit an diesen beiden Tagen.

Doch letztendlich ging es um die Sportfreunde, die diese Meisterschaft durch ihre Fairness zu ihren vierbeinigen Partnern und zu den anderen Sportfreunden sowie ihren tollen Leistungen zu einer entspannten, freudigen und vor allem kameradschaftlichen Veranstaltung machten. Und nun sollten auch alle erfahren, wer auf dem Treppchen stehen und den Titel des SGSV-Meister bzw. Nachwuchssieger 2018 tragen darf.

Zuallerst wurde die sehr gute Leistung von Jeanna Schneider mit ihrer Kayla (Quite a bit a groovey magic from carolyn`s home) geehrt. Sie erhielt den Titel „SGSV Jugendmeister“ in der Klasse 1 und hat sich somit auch für die dhv Deutsche Meisterschaft im Oktober qualifiziert.

Nachwuchssiegerin in der Klasse 1 wurde Franka Neufert mit ihrer Nike mit 262 Punkten (HSV Knauthain e.V, – LV Sachsen), in der Klasse 2 gelang es Frank Hennig mit seinem Devil Noble Callistopeia und 265,5 Punkten den Titel zu erreichen (HSG Schmölln – LV Thüringen).

Und in Klasse 3 standen drei sächsische Teams auf dem Treppchen und haben somit ebenfalls das Ticket zu dhv Deutschen Meisterschaft gelöst:

SGSV Meisterin im Obedience 2018 wurde Svea Balke mit ihrer Aila (Bentjesgos Aila) und 274,5 Punkten (HSV Wittgensdorf e.V.), den Vizemeister- Titel holte sich Margitta Schürer mit ihrer Darla (Romy vom Hüteblick) und 249 Punkten (SC Hund & Co Belgern e.V.) und Platz 3 ging ebenfalls an Svea Balke, dieses Mal mit ihrer Bentjesgos Delaila und 241,5 Punkten.

 

Wir gratulieren allen Teilnehmern und hoffen, dass sie sich in Leipzig an diesen beiden Tagen wohl gefühlt haben. Wir haben die gemeinsame Zeit mit euch auf jeden Fall genossen und freuen uns auf eine Wiederholung im kommenden Jahr. Dann beim Landesverband Berlin-Brandenburg.

 

Nici Schneider

OfO des LV Sachsen